Dieses Blog durchsuchen

Per E-Mail verfolgen

Montag, 2. März 2015

Villa Union-Talampaya

Am Morgen haben wir bei dicht bewölktem Himmel gefrühstückt, es war jedoch sehr warm.

Wir sind dann gemütlich in Richtung Nationalpark Ischigualasto aufgebrochen, den wir eigentlich zuerst besuchen wollten. Der ist rund 160 km von Villa Union entfernt.
Unser Auto verlor immer mehr an Leistung und lief nur noch mit maximal 3200U/min, mehr ging nicht mehr.
Wir haben dann hier, 40 km nach Villa Union, angehalten und unseren Vermieter angerufen. Nach viel bla lba war das Guthaben des Handys weg und wir kein bisschen schlauer. Weil wir echt bedenken hatten mit der Karre, sind wir umgedreht und haben in Villa Union nach einer Werkstatt gesucht. Die 1., die wir gefunden haben meinte, dass die Kontrolleuchte für die Bremsbeläge sei, was völliger Blödsinn ist. Ich fragte dann nach einem neuen Dieselfilter, weil ja dieses Symbol leuchtete, worauf man uns zu einer weiteren Werkstatt schickte.
Hier hatte man sogar den Filter vorrätig und er wurde ruck-zuck gewechselt, leider war das Problem immer noch da.
Der Mechaniker hat dann fast 3 Stunden lang alles in seiner Macht stehende versucht. Um die Benzinzufuhr gänzlich als Fehlerquelle auszuschließen, hat er zum Schluss sogar eine Wasserflasche mit Diesel in den Motorraum gebaut und den Sprit direkt daraus gezogen, also nichts aus dem Tank, nichts aus dem Filter, aber es half nichts. Die Karre hatte keine Leistung.
Der böse Dieselfilter, der es nicht war,
Er hatte sogar einen Diagnosecomputer mit Programmen von bestimmt 50 verschiedenen Automarken, leider kein Programm für Nissan.
Seinen Stolz hatte er auch noch. Als ich schließlich gesagt habe, wir brechen ab, wollte er nur das Geld für den Filter und meinte, seine Arbeit hätte ja nichts geholfen und dann muss man auch nicht bezahlen.
Das könnten sich die deutschen Werkstätten mal merken, die hätten 10 Sachen ausgetauscht und die hätte man komplett bezahlt, egal ob das Auto geht oder nicht. Über ein paar Dollars hat er sich aber trotzdem gefreut.
Ein Vorteil hatte der ganze Aufenthalt. Wir haben in Villa Union, bevor wir wieder losfuhren, 2 Wohnmobile gesehen und mit den Fahrern gesprochen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Straße, die wir nach den Nationalparks von Villa Union aus fahren wollten, gesperrt ist. Sie waren schon 60 km gefahren und mussten umkehren.
Dadurch konnten wir unsere Route ändern und haben uns entschlossen, im nur 80 km entfernten Nationalpark Talampaya anzufangen und dann nach Ischigualasto weiterzufahren. Ursprünglich wollten wir das umgekehrt machen, dann nach Villa Union zurück und eben diese Straße nehmen, die gesperrt ist. Mit gemütlicher Minderleistung des Fahrzeugs sind wir also die 80 km gefahren und kamen gegen 16.00 Uhr am Parkeingang an. Da die letzte Tour schon um 14.00 geht, haben wir uns auf den Campingplatz direkt am Parkeingang gestellt und uns für die Tour am nächsten Morgen angemeldet. Man darf in dem Park nicht selbst fahren. Es gibt nur geführte Touren in Minibussen, mit Fahrrädern oder im Explorer-Truck.
Der Campingplatz hat zwar keinen Schatten, aber absolute Top-Sanitärausstattung, nur leider war die Warmwasseraufbereitung defekt, weshalb wir nur 40 Pesos bezahlen mussten. Als wir ankamen war es gnadenlos heiß und wenige Minuten später begann ein unbändiger Wind zu blasen. Man konnte nicht aufstehen ohne den Stuhl festzuhalten, weil der direkt wegflog. Selbst der Fuchs suchte ein geschütztes Plätzchen.
Beim Sonnenuntergang bauten sich dann riesige Wolkenberge auf.



Irgendwann ließ dann auch der Wind ein wenig nach.
Wir haben im Restaurant irgendein gekochtes Rindfleisch bestellt, wobei eine Portion gereicht hätte. Jeder bekam einen Riesenberg, den wir beim besten Willen nicht vertilgen konnten.

Grüße

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen