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Dienstag, 31. März 2015

Arica

Wie ich gestern schon angekündigt habe, sind wir heute auf dem Platz in Villa Frontera geblieben und haben mal wieder unsere Wäsche gewaschen.
Die penetrante Katze begleitete auch das mit lautem Miauen.
Ansonsten haben wir es uns gemütlich gemacht. Die Temperatur ist herrlich, nicht zu heiß. Man kann einfach bequem im Schatten sitzen ohne zu schwitzen. Vielleicht können wir uns morgen aufraffen, weiterzufahren.
Das Blog-Nachschreiben war eine tagesfüllende Veranstaltung, da das Internet den ganzen Morgen über gar nicht und danach so sporadisch geht. So steht das Notebook den ganzen Tag auf dem Tisch und wenn mal wieder was geht, wird eine Zeile geschrieben.

Grüße

Montag, 30. März 2015

Putre-Arica

Nachdem wir heute seit 8 Tagen wieder mal Netz haben, fange ich jetzt an, die letzte Woche sukzessive einzustellen. Von gestern und heute sind noch nicht mal die Bilder gerichtet, mal schauen, wie weit ich komme.

Es ist hier ein tagesfüllendes Programm, Blog zu schreiben. Das Internet geht mal, dann ist es wieder für Stunden weg.
Den Blogbeitrag vom 26.03.2015 hat es mir gestern mitten drin verhagelt, deswegen ist der Text auch nicht vollständig. Falls das Internet noch eine Weile geht, mache ich den noch einmal.

Aber jetzt erst mal die Tagesetappe von Putre nach Arica.

Mit fast leerem Tank aber noch vollem Reservekanister sind wir von Putre in Richtung Arica gefahren.
Hier noch mal den Blick auf den Hausberg von Putre.
Die Straße führt am Anfang an steilen Felswänden vorbei, ist meistens sehr gut aber dazwischen gibt es immer wieder üble Löcher von Steinschlägen oder der Teer fehlt  auf 100 Meter komplett. Es liegen auch immer wieder Felsbrocken auf der Straße.

Die Strecke muss insgesamt recht gefährlich sein. Bis nach Arica haben wir hunderte von Straßenkreuzen, teilweise mit 5 bis 6 Namen drauf, gesehen.




Wenn man durch das anfängliche Hochgebirge durch ist, hat man links und rechts der Straße nur noch recht farblose Wüstenlandschaft.
Auf einigen Streckenabschnitten stehen trotz dieser kargen Landschaft viele Kandelaberkakteen die so groß sind wie ein Baum.

In dem Tal unterhalb dieser Wüstenlandschaft ist alles grün und es wird viel Landwirtschaft betrieben, da dort ein ganzjährig wasserführender Fluss fließt-

38,5 km vor Arica gibt es dieses schöne Restaurant mit einer riesigen Speisekarte.
Da wir das vom letzten Mal noch kannten, haben wir gehalten und einen leckeren Burger gegessen.

Das Restaurant heißt 38 1/2, weil das die Entfernung nach Arica ist. Deshalb habe ich auch oben die Entfernung geschrieben.

Kurz vor Arica gibt es dann in den Felswänden Petroglyphen.


Arica hat 176000 Einwohner und eine 500 Meter lange Fußgängerzone. Zu sehen gibt es hier nicht viel. Eine der Sehenswürdigkeiten ist der Morro-Felsen im Hintergrund.


Da wir dringend einkaufen und tanken mussten, sind wir kurz ins Zentrum gefahren und haben uns mit allem Notwendigen eingedeckt.

Danach sind wir 15 km zurück nach Villa Frontera gefahren, da es hier mehrere Campingplätze geben soll. Die, die in unserem Campingführer standen, waren aber entweder zu oder unter aller S...

Wir haben dann aber ein sogenanntes Tagescamping gefunden. Normalerweise kommen die Leute hier, vor allem an den Wochenenden, bezahlen Eintritt und können dann das Schwimmbad und den Grillplatz nutzen. Für 10.000 Pesos, rund 14 Euro, konnten wir hier übernachten.
Das Beste hier ist, dass um 19.00 Uhr das Tor zugemacht wird und wir danach ganz alleine waren. Wir konnten dann auch bei Dunkelheit in den perfekt temperierten Pool und den fantastischen Sternenhimmel im Wasser liegend anschauen.

Das einzig störende hier ist diese penetrante Katze, die ohne Unterbrechung miaut und einem nicht von den Socken geht.
Wir haben sie sicher schon 300 Mal von der Bank oder vom Tisch geschubst, was die nicht im geringsten interessiert. Sie ist schneller wieder oben, als wir schauen können und stupst einem dann so lange an, bis man sie streichelt oder wieder runterwirft.
Das WoMo hat sie natürlich auch gleich inspiziert.

Da es uns hier so gut gefallen hat, haben wir kurzerhand beschlossen, noch einen Tag länger hierzubleiben.

Grüße

Sonntag, 29. März 2015

Lauca Nationalpark

In Putre haben wir uns, wie schon gestern geschrieben, mitten auf den Marktplatz vor das Rathaus gestellt, was hier niemanden stört. Da Putre zwar auch auf 3500 Metern Höhe. aber sehr geschützt im Talkessel liegt, war es hier bei Weitem nicht so kalt wie in den letzten Tagen.

Die ersten Sonnenstrahlen waren gleich richtig warm, weshalb wir unseren Kaffee draußen getrunken haben.
Anschließend gings zum Tanken, was hier in Putre einige Zeit dauert. Im kleinen Supermarkt sagt man, was man braucht. Dann heißt es warten und irgendwann kommt einer mit etlichen Wasserflaschen gefüllt mit Diesel raus und füllt es per Schlauch ins Auto. Die sind aber nicht so doof, dass sie das Diesel mit dem Mund ansaugen, die pusten einfach einmal in die Flasche und dann läuft das. Der Preis für diesen Service ist entsprechend, der Liter kostet 1000 Pesos anstatt ca. 530 an den Tankstellen. Wir haben deshalb auch nur 20 Liter genommen, da wir ja auch noch unseren Reservekanister mit 15 Litern auf dem Dach hatten.

Putre von oben

Nachdem wir ein bisschen Sprit hatten, sind wir in den Lauca Nationalpark gefahren, zunächst auf der Hauptstraße bis an die bolivianische Grenze bei Chungara und dann quer durch den Park.













Dazu gibt es nur das Übliche zu schreiben, nämlich dass wir uns mal wieder verfahren haben, weil an diversen Abzweigen keine Schilder standen und wir wohl dann immer die falsche Straße erwischen. Die von uns gewählte Fahrbahn wurde nach vielen Kilometern mal wieder immer schlechter, hatte mehrere Wasserquerungen aber wir kamen wenigstens irgendwann auf einer anderen Straße raus, auf der ein Schild stand.  Im Lauca Nationalpark könnte man auch 3 Tage rumfahren, weil es hier nur schön ist. Schaut euch einfach die Bilder an.

Eigentlich hatte ich vor, hier in Parinacota einen Kaffee zu trinken.

Als wir vor Jahren hier waren, war der Kiosk noch auf. Jetzt wirkte der ganze Ort komplett verlassen.








Das Umdrehen blieb uns dieses Mal erspart. Wir kamen dann über den Pass oberhalb von Putre. Die Höhenangabe mit 5250 Metern soll aber übertrieben sein. Laut einem örtlichen Reiseleiter sei der Pass nur 4800 Meter hoch.
Auf dieser Höhe war der ganze Hang voll mit den Blümchen auf dem Bild oben, erstaunlich, was da noch wächst.
Obwohl wir also noch einiges höher waren, als in den letzten Tagen, war der Wind lange nicht so kalt und es war den ganzen Tag über recht angenehm.

Durch unsere Umwegstrecke im Nationalpark wurde es wieder recht spät, bis wir in Richtung Putre kamen, so dass wir unseren ursprünglichen Plan, noch ein Stück in Richtung Arica zu fahren, verwarfen und wieder nach Putre auf den Marktplatz gefahren sind. Als wir ankamen, konnte man dort noch 2 Stunden bei richtig warmen Temperaturen in der Sonne sitzen.

Grüße