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Montag, 16. März 2015

La Quiaca-Ruta 40 irgendwo



Der Morgen an den Laguna Colorados auf rund 4000 Metern Höhe war recht frisch, zumal direkt mit dem Sonnenaufgang schon die ersten Wolken kamen. Wir hatten im Auto am Morgen deutlich unter 10 Grad und draußen war es auch nicht viel wärmer, weil die Sonne einfach nicht durchkam.
Nachdem wir in La Quiaca vollgetankt haben, sind wir auf der Ruta 40 in Richtung Süden gefahren.





Die Sonne tat sich den ganzen Tag über schwer, es war zwar schön aber es kamen immer wieder dicke Wolken und auf der Höhe fehlt dann einfach die Grundtemperatur. Es wurde nie wirklich warm. Meist lag die Temperatur so um die 18 bis 20 Grad. Die Strecke ist anfangs nichts Besonderes, rechts und links der Straße Weideland mit vielen Lamas und die Berge in der Ferne.




Allerdings haben wir so zumindest gesehen, wie die kleinen Lamas gemacht werden.


Ca. 30km nach La Quica sind wir auf die Ruta 87 abgebogen, weil wir zur Laguna de los Pozuelos wollten. Diese Laguna ist laut Reiseführer bekannt für 25000 Flamingos und ein Muss, weshalb wir uns überhaupt für die Strecke entschieden haben. Laut Karte führt die Ruta 87 rund 20 km an der Laguna vorbei, tatsächlich war die Straße dann aber immer so in 3 km von der Laguna entfernt und man hat gar nichts gesehen. Es gibt auch keinerlei Zufahrt von dieser Straße zur Laguna, war insgesamt recht enttäuschend war.

Die Ruta 87 mündet dann etliche Kilometer nach Pozuelos auf die Ruta 7, die Straße, die wir gestern hinter Abra Pampa nicht gefunden hatten und weshalb wir überhaupt in La Quiaca gelandet waren. 

5 Km nach der Einmündung der Ruta 87 in die Ruta 7 gab es dann auch einen Abzweig zur Laguna de los Pozuelos, der mit 7 km ausgeschildert war. Da wir die ganze Strecke Richtung Norden nur wegen der Laguna gefahren fahren, sind wir natürlich abgebogen.

Auf dem abenteuerlichen Feldweg mit tiefen Gräben war dann aber nach 3 km Schluss, weil ein Zaun die Straße versperrte. Wir haben die Anlage inspiziert und kamen zum Ergebnis, dass man den schon aushängen kann. Wir waren uns allerdings nicht sicher, ob man das darf, zumal dahinter die Gräben auf dem Feldweg noch tiefer wurden und wir dachten, dass die Zufahrt wegen des schlechten Zustands gesperrt ist.

Letztendlich haben wir uns entschlossen, umzudrehen. Als wir schon wieder ein paar hundert Meter zurückgefahren waren, sahen wir von vorne ein Auto kommen und haben gewartet, bis es auf unserer Höhe war. Es war dann der Parkranger, der uns gesagt hat, dass man den Zaun aufmachen und reinfahren darf. Also haben wir wieder umgedreht und sind dem Ranger hinterhergefahren bis zum einem Parkplatz, der mehrere hundert Meter von der Lagune entfernt liegt. Man kann dann an den südlichen Rand der Laguna laufen, wobei sich die ganzen Flamingos weit entfernt im Wasser aufhielten und es außerdem, trotz der extremen Höhe, viele Schnaken hatte.



Fazit:

Von der 20 km langen Lagune kann man den südlichen Rand besichtigen oder, wenn man Lust hat, zu Fuß 20 km durch matschiges Grasland an der Lagune entlanglaufen. Die einzige Zufahrt ist von der Ruta 7 aus. Für uns war dieser Ausflug eine Enttäuschung, weil man in Chile an den Salzseen die Flamingos aus der Nähe und direkt von der Straße aus sehen kann. Den Abstecher kann man sich schenken.

Wir sind deshalb auch nach 1 Stunde wieder weitergefahren und über die Ruta 70 zurück auf die Ruta 40.



Die Wolken wurden immer dicker und bauten sich vor uns wie eine Wand auf.


Man sah allerdings an den Schneebergen im Hintergrund, dass dort noch Sonne ist. Da es noch recht früh war haben wir uns entschlossen, unter den schwarzen Wolken durchzufahren und wir sind direkt in den Regen gefahren. Auf der Ruta 40 waren wieder richtig schöne Felsformationen, die ohne Sonne halt nicht viel hermachen.




Auf Höhe von Mina Pirquitas waren wir dann tatsächlich unter dem Regen durch und kamen nochmal in die Sonne. Wir haben uns daraufhin entschieden, einen Übernachtungsplatz zu suchen.

Ca. 5 km hinter Mina Pirquitas, ich schätze auf rund 4000 Metern Höhe, sind wir dann einfach in ein Flussbett abgebogen und haben uns auf eine Erhöhung am Rand gestellt, wo wir noch 2 Stunden die Sonne genießen und bei richtig angenehmen Temperaturen essen konnten.

Die eine Regenwand, in der es immer noch blitzte und donnerte, hatten wir ja gerade wenige Kilometer hinter uns gelassen, als es dann in kürzester Zeit auch auf den 3 anderen Seiten kohlrabenschwarz wurde und blitzte und donnerte. 


Kurz nach 19 Uhr vereinten sich die verschiedenen Gewitter über uns und ein Sturm begann, der das ganze Auto durchschüttelte. Gleichzeitig fing es auch an zu regnen.

Wir mussten uns ins Auto verziehen und haben dort auch die Heizung angemacht weil es schlagartig ziemlich kalt wurde. 

Aus dem Auto heraus haben wir noch eine Stunde den Regen und unsere Umgebung beobachtet und kamen zu dem Schluss, dass die Übernachtung hier ok ist. Es regnete kontinuierlich aber nicht wirklich heftig, so dass wir überzeugt waren, dass wir nicht weggeschwemmt werden.

Wir haben uns dann einfach ins Bett gelegt und gehofft, dass das Wetter besser wird. 

Grüße

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