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Sonntag, 12. April 2015

Havanna



In Lima waren wir pünktlich um 6 Uhr beim Frühstück und sind dann gegen 07.00 Uhr über die Straße ans Terminal gelaufen.
Der Flug startete dann auch fast pünktlich und war vor allem deshalb angenehm, weil die Maschine nur halb voll war und wir deshalb eine 3-er-Reihe für uns hatten.

In Havanna hatten wir einen Transfer gebucht, so dass wir dort mit Namensschild empfangen wurden.
Die Einreise war völlig problemlos, auch wenn man vorher zig-Formulare ausfüllen muss und sie ganz genau wissen wollen, ob man in Afrika war, jemand aus Afrika kennt oder mit irgendeinem Ebola-Patienten Kontakt gehabt hat. Die extra von uns mitgeführte Bestätigung in spanischer Sprache, dass wir eine Auslandskrankenversicherung haben, interessierte allerdings niemand, obwohl in jedem Reiseführer und auch in unseren Reiseunterlagen steht, dass man diesen Nachweis unbedingt erbringen muss.


Ja und dann kamen wir aus dem Terminal raus und was war?
Wir waren kaum 5 Minuten da, brach ein Gewitter los und es fing an, wie aus Eimern zu schütten. Liegt wohl doch an uns.
Bis wir dann allerdings mit dem Taxi in der Stadtmitte bei unserem Hotel waren, war der Spuk schon vorbei. Dort hatte es gar nicht geregnet.


Das Hotel liegt absolut zentral am Plaza Cathedral und wir sind gleich auf eine Abendrunde gegangen. Wir mussten uns erstmal mit Bargeld versorgen, was in der Fußgängerzone an einem Geldautomaten unproblematisch funktionierte. Die Automaten gibt es in den staatliche Cadeca- (Casa de Cambio) Häusern, vor denen immer riesige Schlangen stehen, weil alle Bargeld tauschen wollen. Da ist man mit der Kreditkarte echt gut bedient, weil die Automaten immer leer sind und man an der ganzen Schlange vorbeimarschieren kann. Außerdem ist der Wechselkurs mit Bargeld aufgrund des schlechten Euros sehr bescheiden. Vor einem halben Jahr gab es für einen Euro noch 1,38 CUC, jetzt zahlen sie fast 1 zu 1.
Zu Havanna selbst schreib ich jetzt keinen Roman. Schaut euch einfach die Bilder an.
Es ist ein Mix aus toll renovierten Kolonialhäusern mit danebenliegenden halbverfallenen Ruinen.
Von den alten Häusern werden bei den Renovierungen die Fassaden erhalten, alles dahinter ist abgerissen und wird neu hochgezogen.


Hühner sind hier selbst in der Großstadt in fast jedem Restaurant präsent.



Uns hat die Stadt wirklich gut gefallen und man hätte durchaus auch noch 2 Tage mehr verbringen können. An unserem 2. Tag hier hatten wir auch richtig schönes Wetter mit tropischer Hitze, so dass man beim Stadtbummel schnell durchgeschwitzt ist. Bei der zentralen Lage des Hotels haben wir deshalb in der größten Mittagshitze eine Mittagspause im Hotel eingelegt (wir haben uns schon den üblichen Siestazeiten angepasst) und sind dann noch einmal losmaschiert.












Da man als Tourist unschwer zu identifizieren ist, wird man ständig angesprochen, ob man ein American Taxi will oder sonst eine Tour buchen. Hier gibt es neben den Oldtimertaxis natürlich auch Pferdekutschen, den unausweichlichen „oben ohne“-Touribus und dann Fahrraddroschken, kleine gelbe Taxis und vieles mehr. Wir haben es aber wie immer gemacht, wir sind gelaufen, weil man da am meisten sieht.













Vor den Restaurants stehen dann auch überall Schlepper und sprechen dich an. Am ersten Abend sind wir dann direkt an unserem Plaza Cathedral in so eine „Schlepperkneipe“ gegangen. Die Preise waren eigentlich ok außer dem Glas Wein für 5 CUC. Das stimmt die Relation nicht, da die Cocktails 3 CUC kosten. Und dann waren auf der Rechnung noch 10% Steuer und 10% Bedienung, so dass wir beim Weinglas schon bei 6 CUC waren.
Vor diesem Restaurant ist am gleichen Platz hier unter den Arkaden ebenfalls ein schönes Restaurant, das uns zu nobel erschien. Keine Schlepper, keine Ansprache.
Nach den Erfahrungen des ersten Abends sind wir dann am 2. Abend hierher gegangen und hier im vermeintlichen Nobelrestaurant kostete der Wein gerade mal 3 CUC und die Rechnung kam ohne irgendwelche Zuschläge. Die Cocktails waren auch nicht teurer und es war mal wieder die Bestätigung der Erfahrung, dass man alle Kneipen mit Schleppern meiden sollte.

Das Nationalgetränk, der Havana-Rum, kriegt man hier in jedem Geschäft zu einem Spottpreis.
Klasse sind die vielen alten Autos, die hier noch rumfahren, damit könnte man jedes Oldtimertreffen in Deutschland perfekt bestücken.
Und das allerbeste in Kuba ist????????

Man darf wirklich überall rauchen, selbst im Hotelzimmer und die Zigaretten kosten ca. 1 Euro (nicht pro Stück………..das ganze Päckchen)  Ein wahres Raucherparadies. (noch)

Und das kann halt hier auch passieren. Der fest montierte Fön im Zimmer mit 220 V Anschlussspannung und Eurostecker und daneben die (einzige) 110 V Steckdose mit Flachstiften, also weder von der Spannung noch vom Stecker her irgendeine Chance, das Ding in Gang zu setzen.

Grüße




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