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Samstag, 18. April 2015

Trinidad-Sancti Spiritus


Nachdem C. heute wieder fit war sind wir nach dem Frühstück erstmal in den historischen Teil der Altstadt von Trinidad gefahren, damit wir, wenn wir schon 2 Tage in der Stadt waren, wenigstens etwas davon gesehen haben.

Trinidad hat 2 Gesichter. Der weitaus größte Teil der Stadt besteht aus kleinen Gassen mit runtergekommenen Häusern. Dort spielt sich auch das Leben ab. Im schön renovierten und weitaus kleineren Teil der historischen Altstadt sind fast nur Touristen unterwegs. Sämtliche Rundreisetouristen, auch wenn sie nicht in Trinidad übernachten, werden da durchgeschleust, so dass wir alleine in der Umgebung der für den Autoverkehr weitgehend gesperrten Altstadt rund 20 Busse gezählt haben.


Mit der Besichtigung ist man dann aber nach wenigen Minuten durch, weil der „schöne“ Bereich wirklich nicht groß ist.




Gegen 10.30 Uhr sind wir deshalb auch weiter in Richtung Sancti Spiritus gefahren. Unsere heutige Tagesetappe war ebenfalls recht kurz mit rund 120km, so dass wir wieder trödeln konnten, um nicht zu früh im Hotel zu sein.

Kurz nach Trinidad kommt zunächst das Valle de los Ingenios. Von diesem Restaurant auf dem Bild aus hat man einen schönen Überblick über das vom Zuckerrohranbau dominierte Tal. Da die vielen Tourbusse auch hier halten (und wir natürlich auch), wird auf dem Parkplatz gleich mal wieder 1 CUC abkassiert. Den könnte man sich allerdings sparen. Wenn man nämlich nach dem Ausguck noch 1 km weiter fährt, hat man von der Straße aus genau denselben Ausblick aber das weiß man halt vorher nicht.


Noch ein kurzes Stück weiter kommt man dann nach Iznaga, einem kleinen Dorf mit diesem Zug  ....
....und einem Turm, der zur Überwachung der Sklaven auf den Zuckerrohrfeldern diente. Auch hier dasselbe, 1 CUC Parkgebühr, besteigen des Turms 1 CUC und so weiter, weil es halt auf der Route der Touribusse liegt und die alle hier halten.


Danach wird es wieder beschaulicher. Auf der weiteren Route in Richtung Sancti Spiritus gab es die gleiche Landschaft wie an den Vortagen, so dass wir kaum Fotos gemacht haben. Wenn man hier durchs Land fährt, hält sich die Abwechslung schon sehr in Grenzen, weil es nahezu überall gleich aussieht. Landwirtschaft, ein paar kleine Dörfer und dazwischen nicht viel.
Was wirklich hässlich ist und wovon wir nicht einmal ein Foto haben sind große Plattenbauten, die immer wieder im völligen Niemansland zwischendrin stehen und wohl als Unterkünfte für die Arbeiter dienen. Die wurden von der Optik her irgendwann in den 60er-Jahren gebaut und seither wurde nie wieder was dran gemacht, weshalb sie völlig runtergekommen sind.




Da es nichts zu sehen gab, waren wir schon kurz vor 13.00 Uhr in Sancti Spiritus und unser Hotelzimmer war natürlich nicht fertig, weshalb wir in der Mittagshitze erstmal eine Runde durch die wirklich schöne Stadt gedreht haben.



Unter anderem konnte man durch ein Gitter in diese Zigarrenfabrik schauen, in der ca. 100 Leute nebeneinander in mörderischer Hitze an Tischen saßen und Zigarren im Akkord rollten.


Nachdem wir dann hier im Bogengang unseres Hotels, das mitten im Zentrum liegt und zu den schönsten der bisherigen Rundreise gehörte, etwas getrunken haben, konnten wir dann auch kurz nach 14.00 Uhr das Zimmer beziehen.

In dieser Gegend begann nun eine andere, nerv tötende-Masche, um mit Touristen Geld zu verdienen. Sobald man sein Auto irgendwo parkt, kommt eine verlotterte Gestalt mit einem dreckigen Lappen und fängt damit an, am Auto rumzuschmieren. Für diese „Reinigung“ wird natürlich ein Trinkgeld erwartet. Wenn man gerade in der Nähe ist, kann man ja zumindest versuchen, das zu verhindern, aber irgendwann verteilt dann doch wieder jemand den Dreck gleichmäßig.




Am Abend haben wir dann auch in unserem Hotel im Innenhof gegessen und danach noch ein paar Cocktails geschlürft, während es schon wieder mal recht schwarz am Himmel war und blitzte.



Zum Essen hier kann man als Zwischenfazit feststellen, dass die Kubaner nicht kochen können. Es gibt in nahezu jedem Hotel 4 Hauptspeisen, Schweinefleisch, Hühnchen, Rindfleisch und Fisch. Das ist dann jeweils ein Stück dünnes, totgebratenes Fleisch mit ein paar wenigen, seltsamen Beilagen. Der Genussfaktor hält sich also durchaus in Grenzen.

Grüße

2 Kommentare:

  1. Hallo, danke für den spannenden Bericht zu eurer Cuba Rundreise! Habe ich es richtig verstanden, dass Ihr mit dem Camper auch auf Kuba eine Mietwagenrundreise gemacht habt? Es ist auf jeden Fall beachtlich, wie viel Ihr gesehen habt. Die Bilder fangen die schönste Seite von Trinidad ein. Erinnerungen, von denen man lange etwas hat.

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    1. In Kuba hatten wir einen Mietwagen und vorgebuchte Hotels. Campingfahrzeuge haben wir nicht gesehen und auch keine Campingplätze.

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