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Donnerstag, 26. Februar 2015

Zurück nach Uspalatta

Als erstes wird mal das Bild der zerstörten Gabel von gestern nachgeliefert.
Der Blog macht im Übrigen auch gerade blöd und ich bekomme die Bilder nicht rein.

Ein paar sind ja schon da und dazu mal etwasText.

Heute Morgen genau das gleiche Sch....wetter wie gestern. Bewölkt, tröpfeln, kalt, also nichts, was einem in Mendoza hält. Mich hat es zwischenzeitlich eh wieder erwischt, ich bin nur am Husten und brauche ca. 5 Packungen Taschentücher am Tag, wirklich toll.
Wir haben uns nach dem Frühstück auf den Weg zurück nach Upsallata, dieses Mal aber über die alte Passstraße N52 gemacht.
Vorher sind wir erstmal im WalMart vorbei, weil wir ja gestern im Supermarkt nicht alles bekommen haben, eine Gabel brauchten, und der frohen Hoffnung waren, dass es in diesem riesen WalMart alles gibt.

Das Ergebnis: Gabeln gab es. Kehrbesen gibt es in Argentinien ebensowenig wie rote Beete und Spülbürsten. Kehrschaufeln in allen Farben, ganze Sets mit Eimer und Schaufel, aber Besen ist nicht. Spülen tut man hier wohl mit einem von 50 verschiedenen Spüllappenmodellen aber Spülbürsten kennt man nicht.
Auf jeden Fall haben wir dann vom WalMart aus auch gleich die richtige Abfahrt gefunden, wobei uns der Blick ins Gebirge nicht wirklich aufgemuntert hat.

Die Straße führt durch den Nationalpark Villavicencio, aber es war halt eine einzige Suppe.
Unterwegs gibt es, bevor die geschotterte Serpentinenstraße anfängt, ein Thermalhotel. Als wir dort hielten kam ein PKW mit einer Familie aus Buenos Aires mit 2 Kindern. Der Fahrer fragte mich, ob wir ein oder zwei Liter Diesel für ihn hätten, man hätte ihm gesagt, hier oben gäbe es eine Tankstelle und nun hätte er noch Benzin für 26 Kilometer, die nächste Tankstelle sei aber über 40 km entfernt. Also schon wieder den schweren Reservekanister vom Dach hiefen, eine Wasserflasche aufschneiden als Einlaufrohr.und ein paar Liter umgefüllt. Der war glücklich und wir hatten eine Stunde vertrödelt aber mit einer guten Tat. Außerdem hatte es ja immer noch kräftige Suppe, so dass wir es nicht wirklich eilig hatten. Man meinte immer wieder mal, die Sonne drückt durch, dann war es aber gleich wieder komplett grau.

Nach dem Thermalhotel hört die Teerstraße auf und es geht auf einer steinigen, manchmal einspurigen Piste in hunderten von Kurven nach oben. Da ich zwischenzeitlich auch die Untersetzung des Nissan begriffen hatte, war das kein Problem.





Die Suppe blieb, dafür kreiselten die Vögel über uns, ob das ein Condor war oder irgendein anderes Fluggetier, kann mir sicher jemand im Kommentar sagen. Auf jeden Fall blieb er sitzen und flog erst weg, als wir so 3 Meter entfernt waren.



Und dann endlich, so bei ca. 2000 Meter, schaute mal etwas blau durch.
Nach der nächsten Kurve war es schon wieder vorbei und die Suppe wabberte alles zu.
Irgendwann waren wir dann aber mal komplett in der Sonne. Es war fast windstill und dürfte so um die 25 Grad gehabt haben.

Nun waren auch plötzlich überall Vicunas auf der Straße, die sind auch nicht sehr scheu, eher neugierig.

Der Nebel verfolgte uns weiter. Kaum standen wir eine Weile in der Sonne, kam er schon um die Kurve. Also wieder ins Auto und immer weiter rauf.



Hier wieder war für die Vogelkundler. Für einen Hinweis im Kommentar sind wir dankbar.
Irgendwann, so bei 2200 Metern, hatten wir es dann geschafft und waren endgültig in der Sonne. Das ist der Blick in Richtung Mendoza, wo vermutlich auch heute kein Sonnenstrahl durchkam.




Der Fuchs war auch sehr zutraulich und hoffte wohl, dass irgendwelches Essen aus dem Auto fällt.



Als wir so langsam in Richtung Passhöhe kamen, sah man die Wolken von der Uspallata-Seite schon wieder über die Gipfel kommen.
Vor der Passhöhe ist ein Aussichtspunkt, der Mirador del Balconi, der nicht vernünftig ausgeschildert ist. Fährt man einfach die Starße nach Uspallata weiter, fährt man daran glatt vorbei, ohne den Abzweig zu registrieren, weil  nichts angeschrieben ist.

In Australien würde so was "Gorge" heißen und wäre auch nicht ausgeschildert, weil nicht sonderlich spektakulär. Einfach ein tiefer Felseinschnitt.


Nach dem Balconi geht es noch einmal rund 400 Höhenmeter bis auf 3.100 Meter hoch. Hier war jetzt überall nebelfrei und herrliches Wetter.





Wir sind dann erstmal vom Gipfelkreuz aus hoch zu einem Richtfunkmasten gefahren, der sicher noch einmal 300 Höhenmeter höher als die 3100 Meter lag. Nun sah man das Desaster in Richtung Uspallata. Die selbe Bewölkung wir vor 2 Tagen und die Schneeberge konnte man die meiste Zeit nur erahnen. Manchmal hoben sich die Wolken ein wenig und dann sah man sie auch.





Wir wollten dann eigentlich gar nicht so richtig ins Tal fahren, weil es da oben so sonnig und schön war.

Aber dann haben wir uns doch entschlossen, noch einmal auf den First-Class Campingplatz vor vorgestern zu fahren, wo wir jetzt seit 2 Stunden krampfhaft versuchen, die Bilder in den Blog zu kriegen.

Wie ihr seht, hat es noch geklappt.


 Grüße

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr, nächstes mal geht einfach eine Spülbürste und ein Camping-Besteck mit (der Stress)
    Mtthias bei Dir merkt man, das mit dem Senioren-Ausweis war gar nicht so falsch (ha-ha.)
    Mit dem Wetter müßt Ihr aber diesmal schon kämpfen, fast wie bei uns. Noch schönen Urlaub und bis zum nächsten mal M. und W.

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