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Sonntag, 22. Februar 2015

Santiago Tag 3

Fangen wir mir gestern Abend an.

Wir sind also, wie angekündigt, in das Kneipenviertel hinter dem Parco Cerra Santa Lucia. Das Ambiente dort am Abend ist sehr schön aber die Preise in den Kneipen sind für hiesige Verhältnisse heftig.

Eine Grillplatte für 2 Personen kostet mal um die 40 Euro, wobei die Beilagen extra gehen was heißt, für ein Tellerchen Pommes 5 Euro.

Dafür war die Platte dann auch noch sehr übersichtlich. Wir haben leider nur ein schlechtes Handyfoto davon, weil wir abends den Foto nicht mitschleppen wollten.

Insgesamt ist es dort echt gemütlich und das hat halt seinen Preis.





Heute Morgen sind wir dann in Richtung Cerro San Cristobal aufgebrochen, d.h. wieder in die gleiche Richtung, die wir auch gestern Abend gelaufen sind.

Am Plaza Italia überquert man die Brücke und kommt ins Künstlerviertel Bellavista, wo allerdings um 10.30 Uhr morgens noch alles recht verschlafen war.
Um den Plaza herum waren etliche große Hauptstraßen wegen einem Volksradfahren gesperrt.

Direkt nach Brücke ins Künstlerviertel kommt rechts ein Durchgang zum Patio Bellavista, einem Innenhof mit Kunstgegenständen und vielen Restaurants. Was einem sofort auffällt ist, dass es in diesem Viertel insgesamt deutlich schmuddliger als auf der anderen Brückenseite ist. Überall Müll auf der Straße. Allerdings sind dann hier auch die Restaurantpreise, was wir so im Vorbeigehen gesehen haben, ungefähr auf halben Niveau.

Ein paar hundert Meter weiter kommt man dann auf den Plaza Caupolicán.....

...wo sich die Talstation der "Funicilar", einer Standseilbahn aus dem Jahr 1925, befindet.

Da wir früh dran waren, hielten sich die Schlangen in Grenzen und wir mussten nur wenige Minuten warten, bis wir einen Wagen ergatterten.

Hier zeigte sich dann auch mal wieder, dass graue Haare manchmal doch recht nützlich sind, weil ich ungefragt ein Seniorentickets zum annähernd halben Preis bekam


Die Bergstation der Funicular

Von oben hätte man ja einen traumhaften Blick über die Riesenstadt Santiago, wenn der Smog nicht wäre.
Obwohl heute Sonntag ist und auf den Straßen nicht viel los war, ist die Glocke nicht zu übersehen.
Von der Bergstation aus kann man dann noch ein paar Stufen ganz hoch auf den Cerro San Cristobal laufen, wo diese große Marienstatue steht.


Je nachdem, wie die Smog-Glocke wanderte, war die Sicht mal besser mal schlechter.
Die Angaben zur Einwohnerzahl von Santiago schwanken übrigens sehr stark so zwischen 4 bis 6,5 Millionen, bei rund 17 Millionen Einwohner leben demnach so ca. 40% aller Chilenen in der Hauptstadt bzw. der direkten Umgebung.
 
Hier kann man im Hintergrund sogar die schneebedeckten Andengipfel sehen, wenn auch nur hinter dem ganzen Dunst.

Nach rund 2 Stunden auf dem Berg gings dann mit der Seilbahn wieder runter.
Wir sind dann auf der Bellavista-Seite geblieben und in Richtung Gemüsemarkt marschiert. Dabei haben wir immer die Schattenseite der Straße gesucht, weil es schon heute Morgen mindestens 4 bis 5 Grad mehr hatte als gestern. Um die Mittagszeit dürfte es dann schon so Richtung 30 Grad gehabt haben, auf jeden Fall war es heiß.
Um die Markthallen herum sieht es auch ziemlich verlottert aus aber hier pulsiert das Leben selbst am Sonntag.




In einer der Hallen sind die ganzen Fleischverkäufer und der hier wollte unbedingt, dass wie seine Schweinsköpfe fotografieren. Er wollte C. dann auch gleich einen schenken aber sie wollte das Geschenk partout nicht annehmen,



Vom Gemüsemarkt aus sind wir wieder über den Rio Mapocho, der momentan eher einem Bach gleicht, auf die andere Seite zum Mercado Central gewechselt. Wir konnten es uns nicht verkneifen, nochmal durch die Fischhalle zu laufen,

Danach war es auch schon 14 Uhr vorbei und die Plattfüße machten sich bemerkbar. Am Plaza de Armas, wo es gerade irgendeine Demo gab, haben wir noch was gegessen und machen jetzt erstmal Füße ausruhen im Hotel.

Ach ja, und dann noch die animierten Fußgängerampeln, die es hier in der Innenstadt überall gibt. Sie zeigen in Rot und Grün jeweils die Zeit in Sekunden bis zum Umschalten an. Lustig ist, dass das grüne Männchen am Anfang ganz gemütlich geht und dann kurz vor dem Zeitablauf zum 100-Meter-Sprinter mutiert.

Jetzt ruhen wir uns also ein bisschen aus und schauen mal, wo wir heute Abend landen. Ab Morgen ist dann eh selber kochen angesagt.

Gruß

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